Goldmedaille für unseren Götz

Goldmedaille für unseren Götz

Der Berliner Segler-Verband hat die Reise von unserem Kameraden Götz Schweighöfer in der Kategorie „See“ mit Gold ausgezeichnet. Das ist schon eine besondere Anerkennung, auf die er selber stolz sein kann. Aber auch die SVUH ist stolz darauf, einen solchen Kameraden unter sich zu haben.

In 2 ½ Monaten hat Götz 2780 sm mit seiner Albin Ballad „Maybee“ zurückgelegt. Damit ging ein Lebenstraum von ihm in Erfüllung. Streckenweise segelt er sogar einhand, wurde aber sonst von Mitseglern begleitet, 5 Wochen davon von seinem älteren Bruder, 2 Wochen von seiner Ehefrau und andere Tage und Wochen mit anderen Vereinsmitgliedern.

Vorangegangen war eine intensive Vorbereitung im Winter 2024/25 mit Literatur- und Kartenbeschaffung und damit Lesen, Studieren und Planen.

Die Reise führte ihn schließlich von Berlin nach Stettin an der Ostsee, durch den Nordostsee-Kanal in die Nordsee und weiter über Helgoland nach Holland. Dort gibt es eine „Stande-Mast-Route“, die es erlaubt – wie der Name schon verrät – mit stehendem Mast das Land auf Kanälen zu bereisen, so auch nach Amsterdam. Schließlich hat er dem Ärmelkanal gekreuzt und sich entlang der englischen Südküste in die Irische See vorgearbeitet. Nebelbänke zum einen, aber auch spielende Delphine am Bug zählten zu seinen nachhaltigsten Eindrücken. Nordwärts ging es nach Irland und von Nordirland wieder ostwärts nach Schottland; denn dort wartete sein eigentliches Ziel: der Caledonian Canal. Das Ungeheuer von Loch Ness hat er zwar nicht gesehen, aber er war dicht dran. 29 Schleusen und 11 Drehbrücken sollten passiert werden; 97 km ist die Strecke – einmal quer durch Schottland. An der Ostküste Schottlands erreichte er wieder die Nordsee, die er mutig mit knackigem, achterlichem Wind in 3 ½ Tagen passierte, um in Dänemark in den Limfjord einzusegeln. Der Rest war dann schon eine leichte Heimfahrt durch die dänische Inselwelt zurück nach Stettin und schließlich nach Berlin.

Karte

Der Empfang im heimatlichen Verein war überwältigend.

Zwei Mal berichtete Götz vor vollen Rängen ausführlich und sehr lebendig von seinen Eindrücken und Erlebnissen in seinem Segelverein. Sein reich bebilderter Fahrtenbericht lädt ein, zumindest zum Lesen, wenn nicht zum Nachahmen, mindestens weckt er Fernweh.

Date

12. April 2026

Tags

fahrten