Wir haben den Eurocup nach 18 Jahren wieder nach Deutschland geholt, das ist doch was!
Sailhorser Eurocup während der Rheinwoche 2018 zu Pfingsten, von Köln-Porz bis Wesel.
 
 
Es war am Samstag bei sehr wechselhaften Windverhältnissen (auf dem Strom ist der scheinbare Wind an Bord wenigstens ein Bft stärker) ein harter Wettkampf in den ersten 2 Wettfahrten zwischen Bertand, Tjep und uns.
Das Feld haben wir (bei einem miserablen, ersten Start von uns) bald hinter uns gelassen. Die Positionen wirbelten nur so hin und her – am Ende hatten wir die besseren Nerven und guten Schläge.
Die Sailhorser-Ergebnisliste liest sich nicht so spannend, wie die Rennen waren: Im ersten Rennen hatten wir nach knapp 2,5 Stunden Segeln gerade mal 18 Sekunden Vorsprung vor Tjep mit Tochter Charlotte.
 
Am Sonntag waren wir deutlich nervöser – der Cup in erreichbarer Nähe. Einen Frühstart wollten wir keinesfalls riskieren, damit hätten wir verloren, denn man muß dann als Strafe das gesamte Feld der eigene Startgruppe passieren lassen, längsten 3 Minuten ankern. Das ist kaum mehr auf zu holen. Bei heftigem, sehr böigem Wind konnten wir uns jedoch schon bald absetzen. 
 
Auf dem Strom zu segeln ist eine zusätzliche Herausforderung! Die hohen Containerschiffe, zwischen denen wir hindurchmanövrierten mußten, haben zum böigen Wind noch zusätzliche Fallböen erzeugt – da hilft nur: Nerven bewahren, unablässiges Herumturnen auf dem Boot und taktisch gute Schläge fahren. Dazu mußten wir auch einige „Opferschläge“ in Kauf nehmen und extrem viele Wenden fahren. Tjep (von Bumme2) kann als Berufs-Lotse das Wasser und den Strom natürlich gut lesen – ein sehr harter Gegner! Den Großteil der Wettfahrten sind wir gekreuzt – hatten aber auch Spinaker-Schläge. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie stark es wehen mußte, damit wir mit gefülltem Spi gegen den Strom segeln konnten.
 
Die Teilnehmerzahl bei den Sailhorsern ist leider in der letzten Woche nochmal um 3 Boote geschrumpft, das war schade. 
Insgesamt haben wir das Rheinsegel-Niveau bei der Planung vielleicht unterschätzt.
 
Die Teilnehmer waren bester Stimmung und die große Abschluß-Tanz-Party in Wesel hat auch unsere Holländer wieder begeistert.
Der Kapitän unseres Begleitschiffes Eureka ist als Niederländer unsere Sailhorse-Klasse „automatisch“ verbunden und hat mit uns gefeiert.
Den Kiel von Bord zu rollen war ihm (und uns!!) eine Ehre.
 
 
Slippen war nochmal spektakulär – mit Aufzug!
 
 
4 x den ersten Platz für uns hat den Eurocup eingebracht.
 
 
In der Yardstik-Gesamtwertung haben wir am Sonntag in beiden Wettfahrten den 3. Platz von 75 gemacht,
insgesamt den 5. – da sind wir auch stolz drauf.
 
Inken & Markus, inkus, GER 2610