Das machte unser Sportwart gleich im Skippermeeting klar und verteilte an SOLINO, J.W.D., INKUS, PINOCCHIO, SMILLA und LITTLE PEARL einen kleinen Vorgeschmack in Form einer Mini-Salami, da diese Boote noch den Sieg in der Gesamtwertung erringen konnten.

Wetter und Windrichtung veranlassten WL Klaus, kurzfristig in zwei Gruppen zu starten, konnte bei westlichem Wind doch nur eine relativ kurze erste Kreuz ausgelegt werden. Auch die Startlinie musste sich an eine ganze Reihe von Ankerliegern anpassen. Doch unsere Racing-Crew ging mit diesen Bedingungen gewohnt souverän um. In der ersten Gruppe versammelten sich die Favoriten auf den Gesamtsieg, ergänzt mit den vier zu diesem Zeitpunkt nächstplatzierten Booten. So konnten sie sich gegenseitig gut im Auge behalten.

Der Kurs als Mischung aus Dreieckskurs und Up-and-Down mit Ablaufboje bedeutete eine Art Rundstrecke, so dass es keinen Gegenverkehr gab, auch für weniger Regatta-Erfahrene eine erfreuliche Bedingung. Der (wie üblich) wechselnde Wind vor unserer Haustür machte es erforderlich, die diversen Windfelder genau im Auge zu behalten, so dass selbst bei einer bevorzugten Lage der linken Seite auch erfahrene Regattiers die andere Seite wählten.

Wohl für alle überraschend, besonders für ihre eigene Besatzung, wurde LYKKE Siegerin der dritten Clubregatta 2021. Beim ersten und dritten Rennen lagen sie auf dem ersten Platz. Dabei segelte LYKKE auch die jeweils schnellsten Zeiten. Die Freude war außerordentlich groß, denn dieser Erfolg wurde nach fast 7 Jahren diverser Regatta-Teilnahmen erstmals errungen. Was beweist, dass Segeln ein Sport ist, in dem man viel lernen kann. Wer das tut, hat beste Aussichten, sich bei den Platzierungen nach vorne zu arbeiten.

Das zweite Rennen zeigte ein eher erwartbares Bild: Unsere „Segel-Profis” INKUS und PEARL lieferten die schnellsten Zeiten ab, und INKUS stand auch nach der YS-Korrektur auf dem ersten Platz. Sehr, sehr schnell waren auch SOLINO und J.W.D. unterwegs, die nach der YS-Korrektur auch prompt Zweiter und Dritte dieses sehr schönen Renntages wurden. Auch zwei Jugendsegler griffen erstmals aktiv in eine Clubregatta ein: INKUS und HEXE erfuhren diese Bereicherung ihrer Crew. Nicht ganz so gut lief es für die Folkeboote, es waren wohl nicht ihre Bedingungen.

Besonders schön findet der Chronist, wenn Bootsbesatzungen fair bleiben, auch wenn es für sie „um die Wurst” geht. So kehrte SMILLA nach einem Frühstart zurück hinter die Startlinie und startete erneut. Überhaupt gab es erstmals in jedem Rennen einen Frühstart, was zeigt, dass sich unsere Segelnden immer mehr zutrauen! Auch andere Widrigkeiten wurden von unseren Segelnden prächtig gemeistert: Dazu zählten ein „Landkauf” und das Reagieren auf die Teilnehmenden einer anderen Club-Regatta, die sich offensichtlich zu ehrgeizig „vordrängelten”, um das mal ganz gelassen zu beschreiben.

Jedenfalls haben wir den dritten Regatta-Tag nicht nur gut überstanden, sondern auch genossen. Und dazu gehörte, dass im Anschluss ausführlich analysiert wird, warum es an diesem Tag gut oder auch schlechter lief. Gelegenheit dazu gab es für die meisten während des anschließenden schönen Italienischen Abends unseres Fest-Komitees.

Wer die Ergebnisse im Detail nachlesen will: Wie immer direkt auf unserer Homepage oder auf M2S. Weitere Fotos finden sich in der Bildergalerie im Mitgliederbereich.

Wir freuen uns jedenfalls auf den 16.10.2021, an dem wir eine weitere Clubregatta außerhalb der Pokalwertung durchführen. Dazu können wir übrigens auch noch Verstärkung in unserer Racing-Crew gebrauchen – wo sonst sieht man spannende Segelrennen aus der ersten Reihe?