Gleich sieben seglerische Aufgaben waren in unserer vierten und letzten Clubregatta der Saison zu bewältigen. Neun Teams, darunter auch „Neulinge”, stellten sich ihnen und hatten ganz offensichtlich viel Spaß.
 
Die Navigationsaufgabe führte schon vor dem Start zu regem Austausch. Einige entdeckten ihr GPS-System neu, vor allem die Einstellung von GMS (Grad, Minuten, Sekunden) oder DG (Dezimalgrad). Wer den ausgelegten Slalom fand, was nicht immer auf Anhieb gelang, bewältigte ihn auch. Auch Hermann, der sich gut getarnt vor dem DBYC versteckte, wurde nicht von allen direkt angesteuert. Doch auch die Geschenke fanden hier ihren Weg in den Kescher der Racing-Crew. Was noch geübt werden muss, ist das Zählen beim Kringeln. Ein Beweis für die Modernität unseres Clubs zeigte sich darin, dass fast alle das Kwindoo-Tracking (nicht alle starteten es auch) testeten, das erstaunlich gut funktionierte – und als nachträgliche Zählhilfe für das Kringeln genutzt werden kann. Dass die Ergebnisse schon vor der Siegerehrung auf unserer Homepage online waren, zeigt, was wir auch digital können!
 

Das machte unser Sportwart gleich im Skippermeeting klar und verteilte an SOLINO, J.W.D., INKUS, PINOCCHIO, SMILLA und LITTLE PEARL einen kleinen Vorgeschmack in Form einer Mini-Salami, da diese Boote noch den Sieg in der Gesamtwertung erringen konnten.

Wetter und Windrichtung veranlassten WL Klaus, kurzfristig in zwei Gruppen zu starten, konnte bei westlichem Wind doch nur eine relativ kurze erste Kreuz ausgelegt werden. Auch die Startlinie musste sich an eine ganze Reihe von Ankerliegern anpassen. Doch unsere Racing-Crew ging mit diesen Bedingungen gewohnt souverän um. In der ersten Gruppe versammelten sich die Favoriten auf den Gesamtsieg, ergänzt mit den vier zu diesem Zeitpunkt nächstplatzierten Booten. So konnten sie sich gegenseitig gut im Auge behalten.

Der Kurs als Mischung aus Dreieckskurs und Up-and-Down mit Ablaufboje bedeutete eine Art Rundstrecke, so dass es keinen Gegenverkehr gab, auch für weniger Regatta-Erfahrene eine erfreuliche Bedingung. Der (wie üblich) wechselnde Wind vor unserer Haustür machte es erforderlich, die diversen Windfelder genau im Auge zu behalten, so dass selbst bei einer bevorzugten Lage der linken Seite auch erfahrene Regattiers die andere Seite wählten.

Wohl für alle überraschend, besonders für ihre eigene Besatzung, wurde LYKKE Siegerin der dritten Clubregatta 2021. Beim ersten und dritten Rennen lagen sie auf dem ersten Platz. Dabei segelte LYKKE auch die jeweils schnellsten Zeiten. Die Freude war außerordentlich groß, denn dieser Erfolg wurde nach fast 7 Jahren diverser Regatta-Teilnahmen erstmals errungen. Was beweist, dass Segeln ein Sport ist, in dem man viel lernen kann. Wer das tut, hat beste Aussichten, sich bei den Platzierungen nach vorne zu arbeiten.

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